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Die erste Idee zur Gründung einer Deutschen Schule und die Möglichkeit Kindern eine deutsche Erziehung und nicaraguanischen Jugendlichen Wissen über Deutschland zu vermitteln, sowie ihnen die deutsche Sprache näher zu bringen, wurde im Rahmen einer Sitzung des Deutschen Klubs, am 21. Mai 1934 geboren. Diese Idee kam so gut an, dass sofort ein Komitee zugunsten der Schule gebildet wurde. Deutsche Schule wurde bei den nicaraguanischen Behörden registriert und von ihnen anerkannt. Auch von der Reichsregierung wurde die kleine Deutsche Schule in Managua anerkannt und das Außenministerium hat eine einmalige Subvention von 2000 Reichsmark im Haushaltsjahr 1936 bewilligt. So wurde mit Optimismus die künftige Entwicklung der Deutschen Schule Managua entgegengesehen. Leider hat der 2. Weltkrieg diesem ermutigenden Projekt ein Ende gesetzt.

Erst am 1. Dezember 1967 wurde diese Idee wieder aufgegriffen. Aus diesem Grund wird dieses Datum als Gründungsdatum der Deutschen Schule Managua angesehen.
Im August 1968 begann dann die Schule ihre Arbeit, indem sie den deutschen Kindergarten einweihte. Hierfür wurde eine ausgebildete Kindergärtnerin, Frau Ursula Pook unter Vertrag genommen.
Anfänglich wurde dann für den Zeitraum von zwei Jahren eine Quinta auf dem km 13.5 der Carretera Sur, vor der Kirche Monte Tabor, als Schulgebäude angemietet. Diese hatte viele Vorteile für die Kleinen. Man war stolz darauf, dass schon im ersten Jahr, viele Eltern des Gastlandes Nicaragua die Erziehung ihrer Kinder der Deutschen Schule Managua anvertrauten. Etwa die Hälfte der eingeschriebenen Kinder waren Nicaraguaner und außer den deutschen Kindern gab es auch Kinder deren Eltern aus der Schweiz, USA, England oder Frankreich stammten. Langsam aber sicher wurde die Schule durch die große Anzahl von Schülern zu klein. Es wurde daher auf km 10.5 der Carretera Sur ein Grundstück gekauft und Anfang 1972 dann mit dem Bau der ersten Klassenzimmer begonnen.
Zum Glück beschädigte das schwere Erdbeben im Dezember 1972 keines der neuen Gebäude. Aus diesem Grund war die Deutsche Schule Managua auch die erste Schule, die nach dem Erdbeben ihre Arbeit wieder aufnahm.


Als 1975 die Primarstufe fertig gestellt worden war, die bis zur 6. Klasse ging, stellte sich die Frage nach der Sekundarstufe, die sowohl von der Schulleitung als vom Deutsch-Nicaraguanischen Kulturverein bejahend beantwortet wurde. Schon 1976 wurde an der Deutschen Schule Managua die Sekundarstufe eingeführt, wodurch sie zu einer Aufbauschule mit Sekundarstufe wurde. 1980/81 führte die DS Managua bis zur 11. Klasse und die erste Schülergruppe hat bei uns die lokale Reifeprüfung erhalten.

 

Primeros_bachilleres_Coalnic_1981

Die Entwicklung unsere Schuleinrichtung lässt sich an Hand des Wachstums der Schülerzahlen verdeutlichen:

1967: 14   Schüler
1977: 290 Schüler
1987: 295 Schüler
1997: 570 Schüler
2007: 690 Schüler
2011: 805 Schüler
2012: 819 Schüler
2013: 823 Schüler
2014: 849 Schüler

Bis zum heutigen Datum verzeichnen wir an der Deutschen Schule Managua nach mehr als 30 Abiturjahrgängen, mehr als 600 Abiturienten.